Felix Dörmann
Lautlos

Lautlos,
Mit geschlossenen Augen,
Dürstend die Lippen gewölbt,
Harrt meine Seele
Reglos am rauschenden Strome des Lebens.
Aus bangen Träumen
Mondlichttrunkener Sommernächte
Schauert ein Ahnen auf
Selig und scheu ...
Herüberwehen
aus weiter Ferne
Fühlt sie den heißen Duft des Glückes .....
Lautlos betend
Harrt meine Seele
Jener Stunde,
Wo es hereinbricht
In schweren Wellen
Das große Glück,
Das alle Sehnsucht stillt.

Klimt: Danae, Sammlung Dichand, Wien