Maler:

Gustav Klimt (Baumgarten / Wien, 14. Juli 1862 - 6. Februar 1918, Wien)
Gustav Klimt wurde am 14. Juli 1862 in Baumgarten bei Wien als zweites von sieben Kindern des Edelmetallziseleurs Ernst Klimt und seiner Frau Anne Finster geboren. 1876 trat er in die Wiener Kunstgewerbeschule ein, wo er bis 1883 Schüler von Ferdinand Laufberger und Julius Viktor Berger war. Ab 1879 erhielten Gustav und sein Bruder Ernst Klimt gemeinsam mit Franz Matsch zahlreiche Aufträge. Ab 1886 begann sich der Stil Klimts von dem seines Bruders und Ernst Matschs zu unterscheiden, er entfernte sich vom Akademismus. 1897 wurde er Gründungsmitglied der Secessionisten und wurde zu ihrem Präsidenten gewählt. 1905 verließ Klimt die Secession. Um 1903 begann die "goldene Phase". Er wurde begehrter Porträtist der Damen aus der vornehmen Wiener Gesellschaft. Während der Sommermonate, die er in der Gegend von Kammer am Attersee verbrachte, entstanden die ersten Landschaftsbilder.
Klimts Werk bedeutete den Höhepunkt des Wiener Jugendstils, der als unmittelbarer Ausdruck und letzte formale Steigerung des Fin de siècle anzusehen ist. Ihn kennzeichnen u.a. seine symbolistische, vielfach erotisch geprägte Thematik und eine ästhetisch exklusive Malerei mit besonderem Gewicht auf Dekorativem und Ornamentalem.

Egon Schiele (Tulln, 12. Juni 1890 - 31. Oktober 1918, Wien)
Egon Schiele wurde am 12. Juni 1890 in Tulln, Niederösterreich, geboren. Er studierte von 1906 bis 1909 an der Akademie in Wien und gründete dann mit einigen Freunden die sogenannnte Neukunstgruppe, die mit den Traditionen der bildenden Kunst brechen wollte. Sein Frühwerk zeigte nachimpressionistische Stiltendenzen. 1910 löste er sich vom Jugendstil (Einfluß von Klimt) und ging zu einer expressionistischen Malweise über, die allerdings zunächst noch mit symbolistischen Tendenzen verbunden war. Die Mädchenakte dieser Zeit galten als unsittlich und trugen ihm 1912 eine kurze Gefängnisstrafe ein. Ende 1912 wandte er sich mehr formalen-bildnerischen und gestalterischen Problemen zu. 1915 wurde Schiele eingezogen und drückte seine Kriegserfahrungen in seinen Werken aus. In den Jahren 1916 bis 1918 wurde sein Stil realistischer und detailgenauer. Zur gleichen Zeit errang er große Anerkennung als Poträtist.
Egon Schiele gilt heute als einer der wichtigsten österreichischer Maler und Zeichner des Expressionismus.

Dichter:

Felix Dörmann (= Felix Biedermann, Wien, 29. Mai 1870 - 26. Oktober 1928, Wien)
Felix Dörmann war zwanzig Jahre alt, als die Gedichtsammlung "Neurotica" erschien. 1892 folgte die "Sensation", ein "Buch der Qualenseligkeiten". Es stellte einen Nachklang dar zu Baudelaires "Fleurs du Mal", aus denen er selbst übersetzt hatte. 1892 wurde Dörmann Leiter des "Presse-Bureaus" der "Wiener Internationalen Musik- und Theaterausstellung". Dann geriet er langsam in Vergessenheit, er ließ jedoch noch einmal etwas von sich hören: 1902 erhielt er für den "Herrn von Abadessa" den Bauernfeld-Preis. Er schrieb mehr oder weniger erfolgreiche Lustspiele und Libretti und verdiente auf diese Weise seinen Lebensunterhalt. Am 26. Oktober 1928 starb er mit 58 Jahren in Wien.

Charlotte Grasnick
Wichtiges Werk: "Flugfeld für Träume: Liebesgedichte", Berlin, 1984

Marie Eugenie delle Grazie (Ungarisch-Weißkirchen, 14. August 1864 - 19. Februar 1931, Wien)
Marie Eugenie delle Grazie wurde in Ungarisch-Weißkirchen am 14.08.1864 geboren und verstarb in Wien am 19.02.1931. Sie stammte väterlicherseits aus altvenezianischem Geschlecht, mütterlicherseits aus Hamburg und dem Banat, wo sie auch ihre Jugend verbrachte. Nach dem Tod ihres Vaters zog sie nach Wien, wo delle Grazie die Lehrerinnenbildungsanstalt besuchte. Sie erhielt mit 19 Jahren für ihr Drama "Saul" das erstmals ausgeschriebene Stipendium der "Schwestern-Fröhlich-Stiftung". Zu ihren wichtigsten Werken zählen u.a.: "Jugend", "Blauer Falter", "Kindheit", "Vergessen" und "Stille Geschichte". Die Dichterin starb 1931 in Wien.

Hugo von Hofmannsthal (Wien, 1. Februar 1874 - 15. Juli 1929, Rodaun bei Wien)
Er wurde am 1. 2. 1874 als Sohn einer geadelten Kaufmannnsfamilie in Wien geboren. Im Alter von 18 Jahren begann er unter den Decknamen Theophil Morren und Loris zu schreiben. Später versuchte er, beeinflußt von Stephan George mit klangschönen, bildreichen Dichtungen, die oft müde Haltung der Dekadenzbewegung zu zeigen. Er war das Haupt der Wiener Neuromantik klassizistischen Gepräges, Dr. phil und Mitherausgeber der Zeitschrift "Morgen". Am 15. 7. 1929 verstarb er in Rodaun bei Wien.

Otto zur Linde (Essen, 26. April 1873 - 16. Februar 1938, Berlin-Lichterfelde)
Wichtiges Werk: "Die Kugel. Eine Philosophie in Versen", 1909.

Georg Maurer (Sächsisch Regen (Reghin), Rumänien, 11. März 1907 - 4. August 1971, Potsdam)
Seine Werke wurden in zwei Bänden 1987 herausgegeben (Hrg. Walfried Hartinger, Halle).

Rainer Maria Rilke (Prag, 4. Dezember 1875 - 29. Dezember 1926, Val Mont bei Montreux)
Rainer Maria Rilke wurde am 4. Dezember 1875 in Prag geboren. Von 1886 bis 1891 besuchte er die Kadettenschule in St. Pölten. Anschließend ging er auf die Handelsschule in Linz, im Sommer 1894 legte Rilke das Abitur ab und begann Literatur zu studieren. Er unternahm viele Reisen wie zum Beispiel nach Berlin oder Moskau. Am 28. April 1901 heiratete er die Künstlerin und Bildhauerin Clara Westhoff. Am 12. Dezember 1901 wurde die Tochter Ruth geboren. Dieser Versuch, sich niederzulassen und eine Familie zu gründen, zwang Rilke dazu, mit seiner Tätigkeit ein geregeltes Einkommen zu verbinden. Er schrieb unzählige Werke wie zum Beispiel: "Elegien", "Sonette an Orpheus", "Fünf Gesänge" usw. Am 29. Dezember 1926 starb Rilke an Leukämie.

Dante Gabriel Rossetti (12. Mai 1828 - 9. April 1882)
The poet, painter, and designer Dante Gabriel Rossetti, b. Gabriel Charles Dante Rossetti, May 12, 1828, d. April 9, 1882, was a cofounder of the PRE-RAPHAELITES, a group of English painters and poets who hoped to bring the richness and purity of the medieval period to their art. The son of the exiled Italian patriot and scholar Gabriele Rossetti and a brother of the poet Christina Rossetti, Dante showed literary talent at an early age, winning acclaim for his poem "The Blessed Damozel" (1847) before he was 20 years old. As a student at the Royal Academy Antique School (1845-47), he met William Holman Hunt and John Millais, with whom he launched the Pre-Raphaelite Brotherhood in 1848. Rossetti's first Pre-Raphaelite paintings in oils, based on religious themes and with elements of mystical symbolism, were The Girlhood of Mary Virgin (1849) and Ecce Ancilla Domini (1850), both in the Tate Gallery, London. Although he won support from John Ruskin, criticism of his paintings caused him to withdraw from public exhibitions and turn to watercolors, which could be sold privately. Subjects taken from Dante Alighieri's Vita Nuova (which Rossetti had translated into English) and Sir Thomas Malory's Morte D'Arthur inspired his art in the 1850s. His visions of Arthurian romance and medieval design also inspired his new friends of this time, William Morris and Edward Burne-Jones.
Romantic love was Rossetti's main theme in both poetry and painting. Elizabeth Siddal, whom he married in 1860, was the subject of many fine drawings, and his memory of her after her death (1862) is implicit in Beata Beatrix (1863; Tate Gallery, London). Toward the end of his life, Rossetti sank into a morbid state, possibly induced by his disinterment (1869) of the manuscript poems which he had buried with his wife, and by savage critical attacks on his poetry. He spent his last years as an invalid recluse.

Christina G. Rossetti (5. Dezember 1830 - 29. Dezember 1894)
The English poet Christina Georgina Rossetti, b. Dec. 5, 1830, d. Dec. 29, 1894, was the sister of Pre-Raphaelite painter-poet Dante Gabriel Rossetti. Born into a family of intense literary, artistic, and religious interests, she wrote childhood verses that were printed on a private family press and published several poems under the pseudonym Ellen Alleyne in The Germ, a short-lived periodical begun in 1850 by her brother William and his friends. In Goblin Market (1862), her first published volume of poetry, she displayed a taste for the fantastic, a brooding melancholy, and a lyric gift that would characterize much of her work. Along with later volumes of poetry, such as The Prince's Progress (1866) and A Pageant (1881), she wrote nursery rhymes and tales for children, including Sing Song (1872) and Speaking Likenesses (1874). Rossetti's deep religious feelings made her a devout Anglican, and inspired her to write a wide variety of religious works.

Ferdinand von Saar (Wien, 30. September 1833 - 21. Juli 1906, Wien)
Er wurde am 30. September 1833 in Wien als Sohn eines geadelten Beamten geboren. 1843-1848 besuchte er das Wiener Schottengymnasium. 1849 trat er als Offizier in die österreichische Armee ein. Nach 1859 war er als freischaffender Schriftsteller in Wien tätig, wo ihm 1873 der Durchbruch gelang. Er erhielt verschiedene Ehrungen, unter anderem wurde er Mitglied des österreichischen Herrenhauses. Es stellte sich heraus, daß er an einer unheilbaren Krebserkrankung litt. Nach einer erfolglosen Operation nahm sich Saar am 21. Juli 1906 das Leben.
Erzählungen: "Marianne", "Innocens", "Die Steinklopfer", "Die Geigerin", "Leutnant Burda", "Geschichte eines Wienerkindes", "Schloß Kostenitz", "Die Pfründner", ...
Gedichte: "Bitte", "Herbst", "Landschaft im Spätherbst", "Ottilie", "Bei Empfang einer Ananas", "Alter", ...

Stefan Zweig (Wien, 28. November 1881 - 23. Februar 1942, Petropolis bei Rio de Janeiro)
Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren. Seine Eltern waren säkularisierte Juden. In seiner Jugend verehrte er Rainer Maria Rilke und Hugo von Hoffmannsthal. Zeitlebens fand er keine richtige lyrische Ausdrucksform. Er vollbrachte aber Großartiges auf dem Gebiet der Prosa. Zu seinem Werk gehören neben Essays auch Biographien und Novellen. Als überzeugter Pazifist lehnte er den Militärdienst im Ersten Weltkrieg ab. Zu seinen Freunden zählten Hermann Hesse und Romain Rolland. 1934 emigrierte er wegen des österreichischen Bürgerkrieges nach London. 1940 ging er nach New York. 1941 ließ er sich schließlich in Brasilien nieder. Aufgrund einer tiefen Depression-1942 waren die faschistischen Truppen überall in Europa auf dem Vormarsch- nahm er sich am 23. Februar 1942 in Petropolis bei Rio de Janeiro das Leben. Bekannte Werke: "Joseph Fouché", "Die Schachnovelle" u.v.m.